Viele der Reiseziele von Master Liveaboards haben mindestens ein oder zwei Wracks auf ihren Routen. Einige sind zivile Wracks wie Fähren oder Frachtschiffe. Viele stammen jedoch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Doch was ist der Unterschied zwischen einem Zerstörer und einem Kreuzer? Und was um alles in der Welt ist eine Fregatte? Nun, wir sind hier, um zu helfen. Lesen Sie weiter und lernen Sie das Einmaleins der Kriegsschiff-Terminologie.
Was ist ein Kriegsschiff?
Seit dem Bau der ersten Holzschiffe ist die Beherrschung der Ozeane und Meere entscheidend für die Entwicklung eines Landes. Marinen haben es vielen Nationen ermöglicht schnelle Handelsrouten zwischen weit entfernten Gebieten einzurichten. Unter den europäischen Ländern war Spanien die erste Seemacht, dann das Vereinigte Königreich.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs beherrschte England die Gewässer des Atlantiks und der Nordsee. Dies ermöglichte bedeutende Handels- und Versorgungsrouten mit den Vereinigten Staaten. Deutschland beschloss jedoch, die maritime Vorherrschaft des Vereinigten Königreichs herauszufordern. So begann ein maritimes Wettrüsten, um die größten und mächtigsten Schiffe zu entwickeln. Zwangsläufig traten auch die USA und Japan in diesen Wettbewerb ein.
Um die Mitte des 20. Jahrhunderts waren Schlachtschiffe und Flugzeugträger der Stolz jeder Armada. Daneben verfügten die großen Seemächte über Zerstörer für den Angriff auf Küstenzonen und die Seekriegsführung.
Brundsätzlich, „Kriegsschiffe“ sind Schiffs in erster Linie für die Seekriegsführung gebaut. Sie sind darauf ausgelegt, Schäden bei einem Angriff standzuhalten, und sind in der Regel schnell und leicht zu manövrieren. Zudem führen sie üblicherweise nur Waffen, Munition und Vorräte für die Besatzung mit.
Als Wracktaucher ist es immer nützlich zu verstehen, welche Art von Schiffswrack wir betauchen und welchen Zweck es während eines Krieges erfüllte. Nachfolgend finden Sie einige der wichtigsten Kategorien von Kriegsschiffen.
Flugzeugträger
Ausgestattet mit einem durchgehenden Flugdeck sind Flugzeugträger, wie der Name schon sagt, Kriegsschiffe mit der Fähigkeit, Flugzeuge starten und landen zu lassen. Sie sind entscheidende militärische Ressourcen, da sie es Seestreitkräften ermöglichen, Luftmacht zu entfalten, ohne auf einen Landstützpunkt angewiesen zu sein.
Seit ihren Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich Flugzeugträger je nach der Art der Flugzeuge weiterentwickelt, die sie befördern können. Von hölzernen Schiffen, die zum Aufsteigen von Ballons genutzt wurden, bis hin zu atomgetriebenen Kriegsschiffen, die Kampfflugzeuge, Jagdflugzeuge sowie Hubschrauber und mehr befördern.

Offensichtlich, sie Länge eines Flugdecks ist stets begrenzte Ouf einem Schiff. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird die Anströmgeschwindigkeit über dem Deck erhöht, indem das Schiff in den Wind gedreht wird. Dampfkatapulte, die bündig mit dem Flugdeck abschließen, helfen ebenfalls beim Starten der Flugzeuge. Zum Landen greifen ausfahrbare Haken hängen an den Flugzeugen und in quer über dem Deck gespannte Seile ein und bremsen sie zu einem schnellen Halt ab.
Es gibt weltweit nur sehr wenige betauchbare Flugzeugträgerwracks. Die USS Saratoga im Bikini-Atoll, gilt allgemein als das beste.
Schlachtschiffe
Viele Menschen nehmen an, dass in der Kriegsschiff-Terminologie „Schlachtschiffe“ einfach beliebige Kriegsschiffe sind. Tatsächlich sind es jedoch nur die größten und am schwersten bewaffneten aller Kriegsschiffe.
Die ersten echten Kriegsschiffe, oder ‚Man-of-War‘ wie sie genannt wurden, erschienen im 16. Jahrhundert. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelten sie sich zu Panzerschiffen. Schließlich waren die mächtigen Dreadnoughts im 20. Jahrhundert ihre größte Ausprägung.

Schlachtschiffe waren ein Symbol der Seeherrschaft. Über Jahrzehnte hinweg waren sie ein bedeutender Faktor sowohl in der Diplomatie als auch in der Militärstrategie. Ihr Wert wurde jedoch infrage gestellt, als Torpedos, Seeminen und Lenkwaffen ihre Schwächen im Zweiten Weltkrieg offenlegten. Dies führte dazu, dass Schlachtschiffe durch Flugzeugträger als die führenden Großkampfschiffe der Seestreitkräfte ersetzt wurden
Kreuzer
Kreuzer sind Kriegsschiffe mit vielfältigen Aufgaben. Die wichtigste besteht darin, die Welt zu befahren und Flagge zu zeigen. Sie ie verkörpern die überwältigende Macht, die fernab der Heimat zur Geltung gebracht werden kann. Es sind Schiffe, die eigenständig operieren können, um den feindlichen Handel zu unterbinden und die Gefechtslinie gegen feindliche Aufklärungskreuzer zu schützen.
Aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben von Kreuzern gibt es mehrere verschiedene Typen:
- Geschützte Kreuzer besaßen ein Panzerdeck. Dieses schützte lebenswichtige Maschinenteile vor von oben explodierenden Granaten
- Panzerkreuzer besaßen an weiten Teilen des Rumpfes einen Gürtelpanzer aus dickem Eisen oder Stahl. Dieser schützte das Schiff vor direktem Granatbeschuss
- Leichte Kreuzer sind vor allem Aufklärungskreuzer, die weit vor der Gefechtslinie operieren sollen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Feind aufzuspüren und seine Position zu melden. Außerdem sichern sie Handelsrouten gegen Kaperschiffe.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Kreuzer größer und galten daher als Großkampfschiffe der Flotte. Als echte Schlachtschiffe obsolet wurden, entwickelten sich Kreuzer nach den Flugzeugträgern zu den größten und mächtigsten Kriegsschiffen.
Zerstörer
Zerstörer sind schnelle, ausdauernde Kriegsschiffe, die zum Geleitschutz größerer Schiffe gebaut werden. Ihre Aufgabe ist es, diese größeren Schiffe gegen kleinere, schlagkräftige Angreifer mit kurzer Reichweite zu schützen, etwa Torpedoboote und U-Boote.
Heutzutage sind sie die größten Überwasserkampfschiffe im Dienst der meisten Marinen. Im 19. Jahrhundert galten sie als ‚leichte‘ Schiffe mit geringer Ausdauer für unbegleitete Einsätze auf hoher See.
Fregatten

Die Hauptaufgabe einer Fregatte besteht in Einsätzen der See- und U-Boot-Abwehr. Oft verfügen sie über Systeme, die es ihnen ermöglichen, bei anderen Einsätzen als Unterstützungsschiffe zu dienen. Anders als bei allen zuvor genannten Schiffstypen macht ihr Name nicht ohne Weiteres deutlich, was sie tun. Kriegsschiff-Terminologie innerhalb der Kriegsschiff-Terminologie, sozusagen.
Der Begriff Fregatte war bereits vor der Dampfschifffahrt und den stählernen Panzerschiffen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebräuchlich. Im 18. Jahrhundert war eine Fregatte ein leichteres Segelschiff als die Linienschiffe. Die Aufgabe der Fregatten bestand in der Patrouille und im Geleitschutz, wobei sie mindestens 28 Geschütze führten. Diese Hauptbewaffnung befand sich auf einem einzigen Deck, während größere Kriegsschiffe zwei oder mehr durchgehende Decks mit Geschützbatterien besaßen.
Der Begriff ‚Fregatte‘ kam im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts außer Gebrauch. Doch im Zweiten Weltkrieg wurde er mit der Einführung von Schiffen wieder verwendet, die zu klein waren, um als Zerstörer eingestuft zu werden. Dies lag vor allem daran, dass die Zerstörer immer größer wurden und mehr Aufgaben übernahmen. In dieser Ära bestand die Hauptaufgabe der Fregatten im Kampf gegen U-Boote.
U-Boote
U-Boote wurden bereits im 17. Jahrhundert erstmals konstruiert und sind bemannte Fahrzeuge, die eigenständig unter Wasser operieren können. Zwar hatte es sie zuvor bereits in verschiedenen Formen gegeben, doch erst im Ersten Weltkrieg wurden U-Boote in großem Umfang eingesetzt.
Ihre wichtigste militärische Aufgabe war stets der Angriff auf feindliche Schiffe, U-Boote und Gebiete. Darüber hinaus haben sie häufig Flugzeugträger geschützt, verdeckte Einheiten hinter den feindlichen Linien abgesetzt und Blockaden durchbrochen. Mit dem Wandel der Zeit sind U-Boote mit ballistischen Raketen zu einem festen Bestandteil jeder nuklearen Streitmacht geworden.
Die meisten großen U-Boote bestehen aus einem zylindrischen Rumpf mit halbkugelförmigen Enden. Der „Turm“ befindet sich dann in der Regel im mittleren Bereich und beherbergt Kommunikations- und Sensortechnik sowie Periskope.

U-Boote reichen in ihrer Größe von kleinen autonomen Exemplaren und Ein- oder Zwei-Personen-Fahrzeugen, die nur wenige Stunden operieren, bis hin zu Schiffen, die bis zu sechs Monate getaucht bleiben können.
Frischen Sie Ihre Kriegsschiff-Terminologie auf
Unternehmen Sie die ultimative Reise, um Ihr Wissen über die Kriegsschiff-Terminologie voll auszuschöpfen. Die meisten der oben genannten Kriegsschifftypen können Sie erkunden in Truk Lagoon und Bikini-Atoll bei Master Liveaboards.
Titelbild aus der Vintage-Sammlung von David Giacomini



