Der Riesen-Mondfisch: ein höchst bizarrer Fisch

Der Mondfisch ist ein häufiger Gast in den Gewässern der Galápagos -Inseln und ist ein recht häufiger Anblick unter Wasser beim Tauchen an Bord der Galapagos Master. However, the Molidae family – to which the giant ocean sunfish belongs – is one of the lesser known and most bizarre fish families in the world. The family only has 5 recognised species. 

There is no way you will miss it when you see it and we can guarantee that you will know what they are. They stand out! 

Zunächst einmal ist er der schwerste Knochenfisch der Welt (das größte Exemplar bringt es auf 2 Tonnen!), und bei einer durchschnittlichen Länge von 2 m brauchen Sie nicht nach Ihrer Brille zu greifen, Sie werden ihn sehen! Doch was ihn wirklich besonders macht, ist sein Aussehen: eine flache Scheibe mit zwei langen Flossen, die ihn ebenso hoch wie lang erscheinen lässt. Kommt er direkt auf Sie zu, wirkt er winzig und schmal, doch warten Sie ab, bis er sich dreht ...

50 Grautöne

Der Riesen-Mondfisch kommt in allen erdenklichen Grautönen vor, und eine erstaunliche Tatsache ist, dass er seine Farbe ändert, wenn er gestresst oder angegriffen wird. Er zeigt unterschiedliche Zeichnungen, die von weißen Tupfen bis zu dunkleren, großen Flecken reichen. Diese Muster sind für jedes Individuum spezifisch und dienen der Identifizierung.

A giant ocean sunfish in the Galapagos
Dieses Schwarz-Weiß-Foto zeigt die Zeichnungen deutlich - Credit: Marc Stickler

Giant ocean sunfish look really ancient 

You have to admit that the giant ocean sunfish looks like it would be a species that has not changed for a very, very, very long time. While members of the Molidae family may appear primitive, they are in fact relative latecomers to the fish world. 

Fische entstanden erstmals vor mehr als 500 Millionen Jahren, kurz nach der kambrischen Explosion, und die Radiation, die zu den meisten modernen Fischen führte, ereignete sich vor etwa 100 Millionen Jahren. Es dauerte weitere 50 Millionen Jahre, bis die Mondfische auftauchten. Tatsächlich gelten Molas als eine der jüngsten Fischgruppen im Meer. Ihr Vorfahre, heute ausgestorben, ist vermutlich der Austromola angerhoferi. Sie stammen tatsächlich aus der Ordnung Tetraodontiformes, zu der auch Kugelfische, Igelfische und Feilenfische gehören. Der Mondfisch teilt viele Merkmale mit den Mitgliedern dieser Ordnung, außer ihrer Größe!

Copyright: Matthias Harzhauser/Journal of Paleontolgy

Was steckt in einem Namen?

There is a lot of confusion on what to actually call molas, and it seems that every language uses a different name for them! 

Mola Mola, Mondfisch (sunfish) und Mondfisch (moonfish) scheinen die gebräuchlicheren Bezeichnungen zu sein (wie im Italienischen, Deutschen, Arabischen, Portugiesischen, Spanischen, Französischen usw.). Aber es gibt auch einige wirklich beeindruckende Spitznamen für ihn:

  • der Abgeschnitten-Fisch auf den Philippinen
  • der Trinker-Fisch in Portugal
  • der Küsser-Fisch in Spanien
  • der Eltern-Fisch auf Hawaii
  • der Klumpen-Fisch in Norwegen
  • der Propeller in Griechenland
  • Und unser Favorit: der umgekippte-Auto-Fisch in Taiwan

So what is the right answer? 

The common name “sunfish” is used to describe the marine family, Molidae, as well as the freshwater family, Centrarchidae. 

Die gebräuchlichen Namen „ocean sunfish“ (Mondfisch) und „mola“ beziehen sich ausschließlich auf die Familie Molidae und können auf alle drei Molidae-Arten angewendet werden.

Das Wort mola stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Mühlstein - in Anspielung auf die runde Form dieser Fische. Der gebräuchliche englische Name „ocean sunfish“ (Sonnenfisch) rührt von ihrer Gewohnheit her, an der Meeresoberfläche zu liegen und sich scheinbar zu sonnen (weiter unten mehr zu dieser Sonnbade-Gewohnheit).

Wenn Sie noch mehr Spitznamen genießen möchten, gehen Sie dort.

Die Lage entscheidet

Wenn Sie in der Nähe des Mittelmeers wohnen, haben Sie den gewöhnlichen Mola oder „Mola mola“ sicher schon einmal küstennah dahingleiten sehen. Außerhalb des Mittelmeers gibt es weltweit nur sehr wenige Orte, an denen Sie den Riesen-Mondfisch (oder Mola alexandrini) beim Tauchen zu Gesicht bekommen. Das macht ihn zu einem umso interessanteren Fisch!

Galapagos is the ideal location as the individual sunfish remain (for the most part) around the archipelago year-round. But they live in many oceans, and in both Northern & Southern hemispheres, although they prefer warmer waters. They hate the cold and die in water under 10 degrees. Recently, sunfishes were spotted along the coast of England which is likely a sign of global warming. 

 In order to keep warm, they have developed a sunbathing technique called “surface basking behavior”. The sunfish swims on its side right at the surface, presenting its largest profile to the sun. This may be a method of “thermally recharging” following dives into deeper, colder water in order to feed. And boom: you now know why sunfish is such an appropriate name! Contrary to popular belief, they will spend most of their time underwater and not tanning at the surface.

Und schließlich sind sie eine Einzelgänger-Art. Gelegentlich sieht man sie zu zweit, und wenn Ihnen das gelingt, dürfen Sie sich als glücklichsten Taucher der Welt betrachten.

Woher kommen Sie?

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“

Sokrates

Wir wissen sehr wenig über ihre Fortpflanzung (die Wissenschaft arbeitet noch daran!), aber wir wissen, dass sie etwa hundert Millionen Eier besitzen. Sie gelten also definitiv als laichender Fisch.

After hatching, the larva develops long spines. It is suspected that it makes them look threatening and deters larger predators from gulping them. They are extremely yummy at this stage to pelagic fishes and seabirds so the spines help with that. 

Eine Larve von Mola Mola
Eine Larve von Mola Mola
Eine Larve von Masturus lanceolatus
Eine Larve von Masturus lanceolatus
Eine Larve von Ranzania laevis
Eine Larve von Ranzania laevis

So then, our little larva becomes a little fish and that little fish becomes a giant fish. We do not really know (again science at work here) how fast this process goes. No data really exists on the subject, especially for specimens in the wild. 

Ein einzelner Mola mola in Gefangenschaft im Monterey Bay Aquarium nahm in 14 Monaten 364 kg (800 lbs) zu. Mit einer Diät aus Tintenfisch, Fisch und Garnelen gemästet, musste dieser Fisch per Hubschrauber ausgeflogen werden, um in die Bucht entlassen zu werden: Er war seinem Millionen-Gallonen-Becken schlicht entwachsen!

Wie groß werden Riesen-Mondfische?

Die durchschnittliche Größe eines ausgewachsenen Mola mola beträgt 1,8 m (6 ft) von der Schnauzenspitze bis zum Ende seiner Pseudo-Schwanzflosse und 2,4 m (7 ft 10 in) zwischen den Spitzen der Rücken- und Afterflosse. Das durchschnittliche Gewicht beträgt bis zu 1 metrische Tonne (2200 lbs). Wir haben es Ihnen gesagt: ein sanfter Riese!

Der schwerste jemals verzeichnete Mola stammte aus Japan. Der Mola alexandrini war 2,7 Meter (8,9 Fuß) lang und wog 2,3 metrische Tonnen (5.071 Pfund). Zuvor wog der größte je erfasste Mola 2235 kg (4.927 lbs) und maß 3,1 m (10 ft) von der Schnauzenspitze bis zur „Schwanz“-Flosse sowie 4,26 m (14 ft) von der Rücken- bis zur Spitze der Afterflosse. Dieses Tier wurde im September 1908 vor Sydney, New South Wales, Australien, von einem Boot gerammt. Es hat wahrscheinlich noch größere Molas gegeben, doch es standen nicht ohne Weiteres Waagen zur Verfügung, um formale Messungen vorzunehmen (lesen Sie oben über das Ausflug-Drama nach).

A giant ocean sunfish landed
Foto: G. David Johnson - Ein auf der Website des Australian Museum veröffentlichtes Bild, CC BY-SA

Wie alt sind Sie?

Now you are not going to be surprised if you are told that little is known on how long they live, right? It is a mystery for wild specimens and, again, the only reliable data is collected from a captive animal. Even after 10 years of collecting data, we can only make assumptions. Scientists put the lifespan of giant ocean sunfishes at approximately 20 years old. 

Das Alter wilder Molas genau zu schätzen und zu messen, bleibt eine laufende Arbeit. Das ist keine geringe Leistung, wie Sie sich vorstellen können!

Snack-Zeit

Mondfisch-Kleinkinder und -Teenager haben eine gemischte Ernährung aus benthischer (am Grund lebender) und pelagischer (im offenen Ozean lebender) Beute. Wenn Sie einen Teenager zu Hause haben, wissen Sie, wovon wir sprechen.

As they grow older, they change their diet. Like us humans when the tyre starts appearing! They will consume mostly gelatinous things. Think larvae, squid, salp, and sea jellies. 

Es mag Ihnen zunächst rätselhaft erscheinen, von energiereicher zu energiearmer Nahrung überzugehen. Doch das liegt daran, dass sie mit zunehmendem Alter deutlich effizienter werden: Vergleichen Sie es mit unserem sich verlangsamenden Stoffwechsel, nur umgekehrt!

Bedrohungen für den Riesen-Mondfisch

„Wenn du keine Feinde hast, hast du keinen Charakter“

Paul Newman

Feinde, wir alle haben sie, und der Riesen-Mondfisch bildet da keine Ausnahme. Sie treten in allen Formen und Gestalten auf; vom Mikroskopischen bis zum Großen und Furchteinflößenden.

Die Kleinen

The common sunfish, Mola mola, is infamous for its impressive parasitic load. 

Mehr als 40 Parasitenarten können auf seiner Haut und in seinem Inneren siedeln, was den Fisch dazu bewegt, auf verschiedene Weise Linderung zu suchen. In gemäßigten Regionen beherbergen treibende Kelpfelder Putzerlippfische und andere Fische. Diese entfernen Parasiten von der Haut besuchender Mondfische. In den Tropen holt sich M. mola Putzhilfe von Rifffischen. Indem er auf der Seite an der Oberfläche liegt, ermöglicht der Mondfisch außerdem Seevögeln, sich von den Parasiten auf seiner Haut zu ernähren. Es wurde berichtet, dass Mondfische aus dem Wasser springen und die Oberfläche um 3 m (10 ft) überwinden, offenbar in dem Bestreben, Parasiten abzuschütteln.

Allein bei dieser Art wurden rund 40 verschiedene Parasitengattungen nachgewiesen.

A parasitic copepod on a giant ocean sunfish
Ein parasitischer Ruderfußkrebs

Die Großen

Für die Mondfische liegt Sicherheit in der schieren Größe, doch auf dem Weg zur Größe sind sie vielen Gefahren ausgesetzt. Ihre Hauptfressfeinde sind Orcas, Haie und Seelöwen - es ist hart da draußen!

Unfortunately, the largest predator for the sunfishes is us, the human race. Bycatch through fishing certainly takes a toll: 70 to 90% of the bycatch  of swordfish fishing in the Med is sunfish. They are also often injured by vessels. Lastly, they also have the unfortunate reputation of being a culinary delicacy in Taiwan and Japan, as well as part of some traditional medicines: a sad story we have heard many times over with other species. 

Mondfische leiden auch darunter, dass wir nicht viel über sie wissen (siehe oben). Ohne Wissen und Daten ist es schwer, sie zu schützen.

Die Arbeit zum Schutz einer Art nützt uns allen

Ein Mola-Abgleichprogramm begann zunächst auf Bali, Indonesien, und hat sich vor Kurzem mit einem weiteren Projekt auf den Galápagos zusammengeschlossen.

The project and associated technology will, if successful, enable a robust method for estimating population size and variations in the numbers of fish at various locations throughout their range. It will certainly provide a better understanding of the movements of this species to assist long-term conservation efforts. 

Derzeit wird die Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN für die Familie der Molidae aktualisiert. Diese Daten sind für diese Neubewertung entscheidend.

Taucher und Schnorchler können gleichermaßen der Ocean Sunfish-Projekt helfen, indem sie ihre Fotos von Galápagos-Mondfischen online einreichen. Gehen Sie zu diesem Link und laden Sie Ihr Foto hoch. Wissenschaftler können dann das Individuum zuordnen und Wanderungsmuster sowie Populationsgröße abschätzen.

Helfen Sie also der Wissenschaft und gehen Sie zur Galápagos.


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